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Mit den flexiblen, modularen TDM-Multiplexern Megaplex-2100 und Megaplex-2104 können mehrere Sprach-, ISDN-, Video-, Daten- und LAN-Dienste über mehrere E1/T1-Leitungen, Ethernet-Uplinks oder n x 64 Verbindungen integriert werden. Die Main Links und Benutzerports des Megaplex umfassen Kupfer-, CSU/ DSU-, LTU- und Glasfaserschnittstellen und sind mit den Standalone-Modems ASMi-31, ASMi-52 und FCD von RAD kompatibel. Der Megaplex-2100 und der Megaplex-2104 sind Bestandteil des AXCESS+-Portfolios von Lösungen für den Multiservice-Zugang und die Erste Meile.
Der Megaplex eignet sich insbesondere für den Einsatz als wirtschaftlicher, kompakter Remote- Multiserviceknoten bei Versorgungs- und Transportunternehmen. Er eignet sich außerdem ideal für kleine bis mittlere Unternehmen und stellt gemischte Dienste für Unternehmens- und Privatkunden bereit. Das Gerät kann in der Vermittlungsstelle am Point-of-Presence des Netzbetreibers oder am Standort eines Remote-Verteilerknotens installiert werden, beispielsweise im Keller eines Bürogebäudes.
Für den Einsatz bei Netzbetreibern und Service Providern ist das Gerät für den Einbau in 19- oder 21-Zoll-Racks vorbereitet.
Der Megaplex erfüllt alle relevanten Standards, wodurch die Kompatibilität mit dem Equipment unterschiedlicher Anbieter weltweit sichergestellt ist. Die TDM-Framing- und -Signalisierungsverfahren für E1 und T1, die PCM/ADPCMSprachcodierung sowie die ISDN- und Datenschnittstellen entsprechen internationalen Standards.
Die einfach oder doppelt ausgelegten E1/T1-Main Links unterstützen durch blockierungsfreie Cross-Connect-Funktionalität 1+1- und 1:1-Ersatzschaltung für alle (teilbelegten) E1/T1-Ports. Das Gerät verfügt damit über Drop-and-Insert-Funktionalität zwischen zwei beliebigen Leitungen eines Moduls oder zwischen zwei Modulen. Megaplex-Geräte können bis zu zehn verschiedene Konfigurationsdatenbanken speichern und zwischen diesen wechseln. Hierdurch kann der Verkehr bei einem Netz- oder Dienstausfall oder zu einem vordefinierten Zeitpunkt über einen alternativen Weg geleitet werden.
Die optional redundante Auslegung von Common Logic, Main-Link und Stromversorgung stellt eine hohe Systemzuverlässigkeit von Megaplex-Hubs sicher.
Der Megaplex bietet auch R2-Unterstützung durch Implementierung der Wahlverfahren transparent MFC/dekadisch im Main Link. Hierdurch können Kunden eine Legacy-R2-Telefonanlage an eine digitale TK-Anlage (E1 CAS) anschließen und so die Nutzungsdauer vorhandener Geräte verlängern.
Über das Main Link-Modul ML-IP unterstützt der Megaplex auch die TDMoIP-Technologie von RAD. Sie erlaubt die Übertragung aller vorhandenen TDM-Verkehrsströme über paketvermittelte Netze. Über das Modul ML-IP kann der Megaplex in eine Daisy-Chain-Topologie eingebunden werden, bei der mehrere Megaplex-Geräte kaskadiert werden. Aufgrund der TDMoIPUnterstützung kann der Megaplex auch als Gegenstelle zu den TDMoIP-Gateways der IPmux-Familie eingesetzt werden. Neben TDMoIP unterstützt der Megaplex auch die RFER-Technologie (Resilient Fast Ethernet Ring), bei der eine Ersatzschaltung im Ring in weniger als 50 ms erfolgt. Bis zu 40 E1- oder 50 T1-TDM-Verbindungen können pro Fast Ethernet-Ring oder Daisy-Chain aufgeschaltet werden.
Die Einführung von TDMoIP-Funktionalität erweitert die breite Palette an Lösungen, die die Megaplex- und die IPmux-Familie unterstützt. Weitere Informationen über das TDMoIPKonzept entnehmen Sie bitte Kapitel 7.
Der Megaplex-2100 und der Megaplex-2104 verfügen über flexible Managementfunktionen, wie etwa das lokale Management über ein ASCII-Terminal (RS-232). Ferner kann Remote- Management im In-Band-Modus über die Netzwerk- oder die Benutzerports erfolgen oder im Out-of-Band-Modus über einen speziellen Managementport. Durch die Nutzung von VLANs werden Management- und Benutzerverkehr voneinander getrennt. Über eine SNMP-basierte Benutzeroberfläche werden erweiterte FCAPS- (Fehler, Konfiguration, Administration, Performance, Sicherheit) und Diagnose-Tools von RADview-EMS, dem Elemente-Managementsystem der Carrier-Klasse von RAD, und/oder von RADview-SC/TDMoIP, dem Netzwerkmanagementsystem von RAD, bereitgestellt.
Der Zugriff auf die Geräte kann auch direkt, über Telnet, erfolgen.
Die Megaplex-Modelle verfügen über Testfunktionen, die eine rasche Fehlererkennung und einfache Wartung ermöglichen. Nach der Inbetriebnahme wird für alle System- und I/O-Module ein Selbsttest durchgeführt; eventuelle Probleme werden dem Managementsystem gemeldet. Für jeden Kanal und für die Main Links können lokale oder entfernte Schleifen aktiviert werden.
Für die Bitfehlerratenprüfung/Tonsignaleinspeisung kann ein beliebiger Zeitschlitz ausgewählt werden. Für alle Zeitschlitze kann zusätzlich eine Prüfschleife eingerichtet werden.
Der ABCD-Status jedes Sprachkanals kann mit nur einem Mausklick abgefragt werden (Signalisierungsüberwachung).
Alarminformationen werden im Common Logic- Modul gespeichert. Sie werden vom Managementsystem automatisch von jedem Knoten abgerufen. Bis zu 256 Alarme können in einer Warteschlange gespeichert werden; maximal 1.024 Alarme können auf dem PC in einer Datei gespeichert werden, die vom Managementsystem gelesen werden kann.
Das Common Logic-Modul speichert Konfigurations- und Ereignisinformationen. Es verwendet eine SLIP/PPP- oder Ethernet-Verbindung und einen SNMP-Agenten, um mit der Managementstation zu kommunizieren. Ein Flash-EPROM für den Remote-Software-Download, Telnet und ein ASCII-Terminal werden ebenfalls unterstützt.
Vier Taktgeberoptionen stehen zur Verfügung:
Jede Taktquelle kann als Ersatztaktquelle konfiguriert werden. Diese übernimmt bei einem Ausfall der primären Taktquelle die Taktgeberfunktion.
Der Megaplex unterstützt mehrere Ringtopologien, um sicherzustellen, dass es keinen Single- Point-of-Failure gibt. Über den E1/T1-Ringschutz erfolgt die automatische Wiederherstellung in weniger als fünf Sekunden. Resilient Fast Ethernet Ring stellt einen 100 MBit/s-Ethernet-Ring (bis zu 40 E1/50 T1) mit automatischer Wiederherstellung in weniger als 50 ms bereit.
Die Megaplex-Familie besteht aus dem 4HE hohen Megaplex-2100 mit zwölf Steckplätzen und dem 2HE hohen Megaplex-2104-Gehäuse mit fünf Steckplätzen − für I/O- und für Main Link-Module. Die Modelle unterstützen damit eine breite Palette von Daten-, Sprach-, Faxund LAN-Diensten. Alle Megaplex-2100-Module können sowohl im Megaplex-2100 als auch im Megaplex-2104 eingesetzt werden.
Die Main Link-Module mit einfach oder doppelt ausgelegten E1/T1-Leitungen und das Main Link-Modul ML-IP fügen die DS0-Matrix zwischen den I/O-Kanälen und den einzelnen E1/T1-Leitungen ein. Die Module bieten eine blockierungsfreie 8 MBit/s-Cross-Connect-Verbindung für beliebigen DS0-Verkehr, der über die Kanäle oder die Leitungen eingeht. Mehrere teilbelegte E1/T1-Ports werden unterstützt. Diese Main Links unterstützen die 1+1-Ersatzschaltung für beliebige E1/T1-Ports.
Die acht E1/T1/DSL Main Links unterstützen eine höhere Kapazität von 16 MBit/s, wenn sie zusammen mit dem HS-12-Modul eingesetzt werden, bieten jedoch keine Redundanz.
10/100BaseT Ethernet-Uplink-Modul mit drei Ports und bis zu 4 MBit/s-Uplink-Datenrate. Dieses Modul dient als Main Link zum IP-Netzwerk. Es übernimmt den paketierten TDM-Datenstrom von den I/O-Modulen und übermittelt ihn in Form von TDMoIP-Frames in das IP-Netzwerk. Das Modul ist auch mit zwei 100BaseFX Glasfaser-Uplinks verfügbar.
Dual/Single E1/T1-Leitungen mit integrierter per Software konfigurierbarer LTU/CSU
Dual/Single E1/T1 -Leitungen mit Glasfaserschnittstellen; ein externes Glasfasermodem wird nicht benötigt.
Dual/Single n x 64 KBit/s Main Link mit Datenschnittstellen wie V.35, X.21 usw.
SHDSL-Modul mit acht Ports zur Erweiterung der Reichweite auf bis zu 10,6 km über vorhandene Kupferleitungen
E1/T1-Main Link-Modul mit acht Ports
Datenmodule
Vier 10/100BaseT LAN-Modul mit integriertem Layer 2-Ethernet-Switch sowie VLAN-Unterstützung und statischen Routing-Funktionen
OCUDP Low Speed-Modul mit drei bzw. sechs Ports
n x 64-KBit/s-Glasfaser-Datenmodul für die Übertragung der Fernschutzsignale, IEEE C 37.94-konform
Vier, sechs oder zwölf Kanäle mit unabhängig voneinander einstellbaren Datenraten von n x 64 KBit/s oder n x 56 KBit/s (n = 1 bis 31 bei E1 bzw. 1 bis 24 bei T1). Schnittstelle am Gerät wählbar (V.35, V.36/V.11, X.21 oder RS-530/ RS-422).
Vier kodirektionale 64-KBit/s-G.703-Kanäle.
Vier V.24/RS-232 Low-Speed-Kanäle. Unterstützt Kanaldatenraten bis maximal 38,4 KBit/s asynchron und 64 KBit/s synchron sowie Ende-zu-Ende- Übertragung von Steuersignalen. Das Modul bietet optionale V.110-Unterstützung und ermöglicht somit eine verbesserte Bandbreitenoptimierung und eine geringere Ende-zu-Ende-Verzögerung.
Sechs/zwölf synchrone/asynchrone V.24/RS-232-Kanäle mit Datenraten zwischen 1,2 und 64 KBit/s, Ende-zu-Ende-Steuersignal und BERT.
Vier, sechs oder zwölf U-Schnittstellenkanäle (2B+D) mit 2B1Q-Leitungscode für Vollduplexbetrieb über 2-Draht-Leitungen. Unterstützt Datenraten bis maximal 128 KBit/s und Reichweiten von bis zu 5 km; stellt Speisespannung für das entfernte Netzabschlussgerät bereit. Unterstützt Vollduplexmodus für Management entfernter ASMi-31-Modems.
Vier oder zwölf ISDN S-Schnittstellenkanäle (2B+D). Einsatz als Endgerät (TE) oder Netzabschlussgerät (NTU). Jeder Kanal unterstützt Datenraten von bis zu 128 KBit/s.
Alarm- und Diagnosemodul mit vier abgehenden Relais und acht eingehenden Sensoren.
Vier, acht oder 16 PCM-Sprachkanäle mit optionalen E&M-, FXS-und FXO-Schnittstellen.
Vier oder acht analoge Sprachkanäle mit PCM- (64 KBit/s) oder ADPCM-Kodierung (24 oder 32 KBit/s) und E&M-, FXS- oder FXO-Schnittstellenoptionen.
16 PCM/ADPCM- Sprachkomprimierungskanäle (32/64 KBit/s) mit hoher Sprachqualität, keine Signalisierung; erlaubt die Übertragung von zwei Sprachkanälen pro 64 KBit/s-Zeitschlitz.
Ein spezielles Omnibus-E&M-Schnittstellenmodul stellt vier Sprachkanäle hoher Qualität zur Unterstützung von Anwendungen bereit, bei denen ein Hauptstandort mit mehreren entfernten Stationen gleichzeitig kommunizieren muss (etwa zur Übertragung einer wichtigen Mitteilung).
Vier oder sechs Sprachkanäle für den Einsatz mit speziellen batteriegespeisten Telefonen (z. B. Militärfeldtelefone).
Sprachkomprimierungsmodul mit bis zu zweifacher E1- oder T1-Kapazität, Komprimierungsverfahren G.723.1 (6,3 KBit/s pro Kanal) oder G.729.A (8,0 KBit/s pro Kanal), mit Modem-/Fax-Relais, transparenter Zeitschlitzunterstützung, Sprachaktivitätserkennung, Pausenunterdrückung und Comfort Noise-Einspeisung. Die Sprachkomprimierungs- Serverfunktionalität ermöglicht die Komprimierung von TDM-Verkehr von der Megaplex-Rückwandplatine und die Komprimierung von Analogkanälen von Sprachmodulen.