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Die Carrier Ethernet-Demarkationsgeräte ETX- 201A und ETX-202A übermitteln SLAbasierte Layer 2- und Layer 3-Dienste über einen nativen Ethernet-Zugang zu den teilnehmerseitigen Einrichtungen. Sie transportieren bis zu 1 Gigabit Benutzerdurchsatz und gewährleisten eine SDH/SONET-ähnliche Leistung sowie eine hohe Zuverlässigkeit (99,999 %). Durch die gemeinsame Übertragung von Sprach- und Datendiensten über ein vereinheitlichtes Ethernet-, IP- oder MPLS-Netz kann ein einziges Gerät des Typs ETX-A IP VPN, VoIP und einen dedizierten Internetzugang über dieselbe physikalische Verbindung bereitstellen wie ein Layer 2-LAN-LAN-Dienst, und zwar mit differenzierter Quality of Service und Ende-zu-EndeÜberwachung.
Die Synchronisierung in Mobilfunknetzen ist für die Gewährleistung der angemessenen Qualität von Mobildiensten von grundlegender Bedeutung. Da Funkzugangsnetze (RAN) in zunehmendem Maße asynchrone Paketvermittlungstechnologien nutzen, die unterschiedliche Verzögerungen sowie Paketverluste mit sich bringen, stellen die Taktverteilung und die Taktrückgewinnung bei der Migration zum Backhaul von IP-Verkehr eine große Herausforderung dar.
Dank seiner leistungsfähigen Synchronisierungsfunktionen sowie der umfassenden Pseudowire- Unterstützung für die TDMoIP-, CESoPSN- und SAToP-Standards stellt der ETX-204A eine überaus präzise, nahtlose Übertragung von 2G-, 3Gund 4G-Verkehr über Paket-Backhaul sicher. Er ermöglicht es Betreibern von Mobilfunk- und Transportnetzen, das Risiko der Dienstunterbrechung, der Beeinträchtigung der Zellenübergabe und der übermäßigen Trennung von Verbindungen auszuschalten, wodurch die zuverlässige Übertragung von Echtzeitverkehr über paketvermittelte Netze unterstützt wird. Darüber hinaus gewährleistet das Gerät QoSPrioritäten für die Taktübermittlung und unterstützt eine Leistungsanforderung von "SDH/ SONET oder besser" für Sprach- und Videoverkehr, wie etwa eine Frequenzgenauigkeit von bis zu 16 ppb (Teile pro Milliarde).
Darüber hinaus stellen die Geräte der Produktreihe ETX-A managebare Dienstgüte (QoS) in Funkzugangsnetzen (RAN) der nächsten Generation bereit. Auf diese Weise können Betreiber von Mobilfunknetzen die Performance ihrer 3.5G/4G-Dienste verbessern, indem sie die Ethernet-Aggregation mit OAM- und SLADurchsetzungsfunktionen kombinieren. Beginnen können sie dabei beim LTE eNode B, bei der HSDPA-Basisstation oder beim WiMAXZellenstandort.
Der ETX-201A und der ETX-202A verfügen über optimierte Ethernet OAMFunktionen für die automatische Fehlerlokalisierung per Fernzugriff ohne Dienstunterbrechungen oder teure Überprüfungen vor Ort. Zur umfassenden Ethernet OAM-Suite der Geräte gehören Ethernet Link OAM (IEEE-Standard 802.3-2005, früher 802.3ah), Ethernet Service OAM (IEEE 802.1ag) und die Performance-Messung (ITU-T Y.1731).
Neben dem Non-intrusive Loopback (Schleifentest) auf OAM-Basis unterstützen die ETX-A-Demarkationsgeräte Layer 1, Layer 2 und Layer 3 Loopback für die Diagnose der Leitungsintegrität, die je VLAN, je EVC oder je EVC.CoS durchgeführt wird. Dabei werden die Quell- und die Ziel-MAC und IP-Adressen vertauscht, ohne dass nicht getestete Verkehrsströme unterbrochen werden.
Der ETX-201A und der ETX-202A verfügen über hoch entwickelte softwarebasierte Funktionen für die Bearbeitung von Verkehr unterschiedlicher Priorität, wobei Latenz, Jitter und Paketübermittlung pro Flow überwacht werden. Die Geräte unterstützen die Verkehrsklassifizierung gemäß beliebigen benutzerdefinierten Kriterien, wie VLAN ID, VLAN-Priorität (P-Bit), DSCP/ToS, Teilnehmerport usw. sowie Kombinationen aus diesen. Darüber hinaus können Netzbetreiber mit den Mess-, Policing- und Shaping-Funktionen die Geschwindigkeit des Benutzerverkehrs gemäß vordefinierten CIR- (Committed Information Rate) und EIR-Profilen (Excess Information Rate) limitieren. Dabei werden individuelle Dienstpakete unterstützt und die Netzbetreiber können neue Einnahmequellen nutzen.
Die erweiterte Dienstgüte wird weiterhin unterstützt durch einen hierarchischen Scheduling- Mechanismus mit einer Kombination aus SP- (Strict Priority) und WFQ-Scheduling (Weighted Fair Queue), um Echtzeit-, Premium- und Best- Effort-Verkehr effizient zu verarbeiten. Die Geräte der Produktreihe ETX-A nutzen darüber hinaus die WRED-Richtlinie (Weighted Random Early Detection) für das intelligente Warteschlangenmanagement und die Vermeidung von Überlastungen.
Durch die Unterstützung von VLAN Stacking (Qin- Q) ermöglichen die Geräte der Produktreihe ETX-A Service Providern die transparente Übertragung des Benutzerverkehrs, wobei gleichzeitig die Anzahl der erforderlichen VLAN-IDs im Netzwerk minimiert wird.
Zudem verfügen die ETX-A-Demarkationsgeräte über einzigartige P-Bit-Neumarkierungsfunktionen, die den Ethernet Frames am Netzeingang farbspezifische P-Bit-Werte zuweisen, wodurch die kontinuierliche Messung im gesamten Metro- Ethernet-Netz gewährleistet wird. Benutzerverkehr, der gemäß den CIR/EIRParametern von der QoS Engine des Geräts "gelb" markiert war, wird zur Kennzeichnung seines Status und seiner Priorität ein neuer PBit- Wert zugewiesen, so dass er im Falle der Überlastung als erster von Netzwerkelementen gemäß 802.1Q und 802.1ad getrennt wird. Sehr nützlich ist dies in nicht farbsensitiven Netzen sowie in farbsensitiven Netzen ohne "Discard Eligible"-Markierung ("gelb").
Zum Schutz der Zugangsleitung sowie zur Sicherstellung der Dienstverfügbarkeit bei Verbindungsausfall bieten die Geräte der Produktreihe ETX-A sowohl "Dual Homing"- als auch "Single Homing"-Redundanz. Unter Nutzung der Ringtopologie unterstützen die Geräte ferner die Ethernet-Ring- Schutzumschaltung (ERPS), um die Wiederherstellung von Diensten ohne Risiko der Bildung von Ethernet-Schleifen zu gewährleisten.
Der ETX-201A und der ETX-202A verfügen über flexible Managementfunktionen, wie etwa das lokale Management über ein ASCII-Terminal (RS-232). Ferner kann Remote- Management im In-Band-Modus über die Netzwerk- oder die Benutzerports erfolgen oder im Out-of-Band-Modus über einen speziellen Managementport. Durch die Nutzung von VLANs werden Management- und Benutzerverkehr voneinander getrennt. Über eine SNMP-basierte Benutzeroberfläche werden erweiterte FCAPS- (Fehler, Konfiguration, Administration, Performance, Sicherheit) und Diagnose-Tools von RADview-EMS bereitgestellt, dem Elemente- Managementsystem der Carrier-Klasse von RAD.
Die Geräte der Produktreihe ETX-A unterstützen darüber hinaus eine Vielzahl von Zugangsprotokollen, wie CLI über Telnet, SNMP, Webserver und TFTP. Zu den integrierten Sicherheitsmerkmalen gehören Secure Shell (SSH), webbasiertes Secure Socket Layer (SSL), SNMPv3 und RADIUS sowie Management Access Control List (ACL).