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Der ACE-202 kann als netzbetreibereigener Demarkationspunkt oder als unternehmensinterner Konzentrator für den Zugang zum öffentlichen ATM-Netz eingesetzt werden.
Bei Einsatz als Demarkationspunkt bietet der ACE-202 Netzbetreibern und Service Providern die Möglichkeit, die Grenze zwischen ihren ATM-basierten öffentlichen Diensten und dem privaten Netz des Teilnehmers zu definieren. Ein klar definierter Demarkationspunkt am Kundenstandort vergrößert die Dienstzuverlässigkeit, verbessert die Netzauslastung und ermöglicht eine übertragungsweite QoS-Kontrolle.
Der ACE-202 unterstützt nativen ATM-Verkehr und verfügt über erweiterte Funktionen für Verkehrsmanagement (Policing, Scheduling und Shaping) und umfassende Unterstützung von OAM-Flows (Operation, Administration and Maintenance). Eine breite Palette von ATM-Modulen erlaubt zudem die Bereitstellung eines breit gefächerten Dienstangebots mit Netzschnittstellen wie STM-1/OC-3, E3/T3, IMA (4 x E1/T1) und E1/T1 UNI.
Als Interworking-Gerät verbindet der ACE-202 ältere TK-Anlagen und LANs über ATM-Netze. Das Gerät sorgt für eine optimale Nutzung öffentlicher ATM-Dienste für den Transport verschiedener Arten von Unternehmensverkehr, einschließlich ATM. Die Benutzerschnittstellen sind als Plug-in-Modul ausgeführt; zur Verfügung stehen Ethernet/Fast Ethernet, E1/T1, 4 x E1/T1 und E3/T3 CES. Optional sind Ethernet/Fast Ethernet und E1/T1 CES als integrierte Benutzerschnittstellen erhältlich
Der ACE-202 unterstützt NNI- und UNI-Adressierung unter Verwendung des kompletten Bitbereichs von VPI/VCI-Feldern. Das Gerät kann bis zu 256 Verbindungen (VPC und/oder VCC) unterstützen. Darüber hinaus ist eine uneingeschränkte Vermittlung zwischen jeder VC- oder VP-Verbindung möglich (vom Benutzer oder vom Netz), um maximale Flexibilität bei der Verbindungszuweisung zu gewährleisten.
Mit VP-Tunneling bietet der ACE-202 Netzbetreibern die Möglichkeit, ihr Dienstangebot weiter zu vergrößern. VP-Tunneling erlaubt die Bündelung mehrerer VCCs zu einer einzelnen VPC unter Beibehaltung der VCC-QoS-Merkmale und OAM-Funktionen auf den Schichten F4 und F5. Jeder Tunnel kann als CBR-Verbindung eingerichtet werden. Er kann mit Ende-zu-Ende-OAM-Flows definiert werden und als reguläre VP-Verbindung im öffentlichen Netz fungieren.
Sowohl Benutzer als auch Netzbetreiber profitieren vom Einsatz von Traffic Shaping bei diskontinuierlichem Verkehr. Für Benutzer besteht der Vorteil darin, dass mehr Verkehr ohne zusätzliche Kosten über die Verbindung übertragen werden kann.
Der Vorteil für Betreiber besteht darin, dass Shaping eine bessere statistische Effizienz unter Beibehaltung derselben Backbone-Geräte und QoS ermöglicht.
Darüber hinaus unterstützt der ACE-202 hierarchisches Traffic Scheduling. Die Layer werden auf VC-, VP- bzw. VP-Tunnel- oder auf Netzschnittstellenbasis festgelegt. In diesen Fällen erfolgt das Traffic Scheduling gemäß vordefinierten Verkehrsschwellenwerten. Dieses Verfahren gewährleistet eine angemessene Aufteilung der Bandbreite auf verschiedene Verbindungen und wahrt gleichzeitig die Anforderungen der einzelnen Verbindungen.
Der ACE-202 kann mit zwei Plug-In-Modulen des Modells ACE-M (Netzwerk- und Benutzerschnittstelle) und zwei optionalen integrierten Benutzerschnittstellen ausgerüstet werden. Das LAN-Modul übernimmt Bridging- und Routing-Funktionen (RFC 1483/2684) und unterstützt IP ToS- und 802.1p-Priorisierung. Zusätzlich können mehrere VLANs konfiguriert werden, wodurch der ACE-202 für IP-Zugangsanwendungen optimiert wird.
Der ACE-202 besitzt ein 1HE hohes Gehäuse, das für den Einbau in 19-Zoll-Racks geeignet ist.