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ACE-2002, ACE-2002-E

Multiservice-Zugangskonzentratoren und ATM-Netzabschlussgeräte

Beschreibung

Der ACE-2002 kann als netzbetreibereigener Demarkationspunkt oder als unternehmensinterner Konzentrator für den Zugang zum öffent­lichen ATM-Netz eingesetzt werden.

Mit dem Modell ACE-2002E steht eine erweiterte Version des ACE-2002 zur Verfügung, die Platz für zusätzliche E1/T1-Schnittstellen bietet. Soweit nicht anders angegeben, gelten für das Modell ACE-2002E die gleichen Spezifikationen wie für das ACE-2002.

Spezifikationen

  • Netzbetreibereigene Multiservice-Zugangskonzentratoren/ATM-Demarkationspunkte
  • Bereitstellung von LAN-, ATM- sowie Sprach-/TDM-Diensten über ATM-Netze
  • STM-1-, E1/T1-Aggregation
  • Unterstützung der Traffic Shaping-Verfahren CBR, VBR (rt und nrt), UBR und UBR+
  • ATM OAM gemäß ITU-T-Standard I.610
  • Zuordnung von L2 VLAN/L3 CoS zu ATM QoS
  • Plug-and-Play-Installation
  • SNMP-Management
  • Optionale redundante Hotswap-Netzschnittstellen und Stromversorgungen

Weitere Infos

Erweiterung der Steuerung durch den Netzbetreiber bis zum Teilnehmerstandort

Bei Einsatz als Demarkationspunkt bietet der ACE-2002 Netzbetreibern und Service Providern die Möglichkeit, die Grenze zwischen ihren ATM-basierten öffentlichen Diensten und dem pri­vaten Netz des Teilnehmers zu definieren.

Ein klar definierter Demarkationspunkt am Kundenstandort vergrößert die Dienstzuverlässigkeit, verbessert die Netzauslastung und ermöglicht eine übertragungsweite QoS-Kontrolle.

Der ACE-2002 unterstützt nativen ATM-Verkehr und verfügt über erweiterte Funktionen für Verkehrsmanagement (Policing, Scheduling und Shaping) und umfassende Unterstützung von OAM-Flows (Operation, Administration and Maintenance) gemäß I.610. Eine breite Palette von ATM-Modulen erlaubt zudem die Bereitstellung eines breit gefächerten Dienstangebots mit Schnittstellen wie STM-4/OC-12, STM-1/OC-3, E3/T3, IMA (4/8 x E1/T1) und E1/T1 UNI. Als Interworking-Gerät ermöglicht der ACE-2002 die reibungslose Migration von Legacy-Sprach-, LAN- und Frame Relay-Verkehr auf ATM-Netze. Der mit Plug-in-Modulen mit mehreren Ports ausgerüstete ACE-2002 kann auch als Konzentrator für mittlere bis große Unternehmen eingesetzt und mit Benutzerschnittstellen wie Ethernet oder Fast Ethernet und bis zu acht E1/T1 CES ausgestattet werden.

ATM-Funktionalität

Der ACE-2002 unterstützt NNI- und UNI-Adres­sierung unter Verwendung des kompletten Bitbereichs von VPI/VCI-Feldern. Das Gerät kann bis zu 1.024 Verbindungen (VPC und/oder VCC) unterstützen. Darüber hinaus ist eine uneingeschränkte Vermittlung zwischen jeder VC- oder VP-Verbindung möglich (vom Benutzer oder vom Netz), um maximale Flexibilität bei der Verbin­dungszuweisung zu gewährleisten.

Mit VP-Tunneling bietet der ACE-2002 Netzbetreibern die Möglichkeit, ihr Dienstangebot wei­ter zu vergrößern. VP-Tunneling erlaubt die Bündelung mehrerer VCCs zu einer einzelnen VPC unter Beibehaltung der VCC-QoS-Merkmale und I.610 OAM-Funktionen auf den Schichten F4 und F5. Jeder Tunnel kann als CBR-Verbindung ein-gerichtet werden. Er kann mit Ende-zu-Ende-OAM-Flows definiert werden und als reguläre VP-Verbindung im öffentlichen Netz fungieren.
Traffic Management

Sowohl Benutzer als auch Netzbetreiber profi­tieren vom Einsatz von Traffic Shaping bei diskontinuierlichem Verkehr. Für Benutzer besteht der Vorteil darin, dass mehr Verkehr ohne zusätz­liche Kosten über die Verbindung übertragen werden kann. Der Vorteil für Betreiber besteht darin, dass Shaping eine bessere statistische Effizienz unter Beibehaltung derselben Backbone-Geräte und QoS ermöglicht. Der ­ACE-2002 verfügt über einen integrierten Mecha­nismus, der bis zu 983 Spaced-Verbin­dungen unterstützt.

Darüber hinaus unterstützt der ACE-2002 hierarchisches Traffic Scheduling. Die Schichten werden auf VC-, VP- bzw. VP-Tunnel- und auf Netzschnittstellenbasis festgelegt. In diesen Fällen erfolgt das Traffic Scheduling gemäß vordefinierten Verkehrsparametern. Dieses Verfahren gewährleistet eine angemessene Aufteilung der Bandbreite auf verschiedene Verbindungen und wahrt gleichzeitig die Anforderungen der einzelnen Verbindungen.
Zur Steigerung der Robustheit von Diensten besitzt der ACE-2002 auf der Benutzer- und Netzseite einen Schutzmechanismus, der einen Standard-SDH/SONET-Schutz des letzten physikalischen Segments zwischen dem Diensteinspeisepunkt und dem Teilnehmerstandort erlaubt.

TDM-Aggregation und LAN Bridging

Der ACE-2002E unterstützt maximal 20 E1/T1 UNI/IMA-Ports oder maximal 20 E1/T1 CES-Ports. Mit seiner hohen E1/T1-Portdichte ist das Modell besonders für den Einsatz in Mobilfunk­anwendungen geeignet.

Der ACE-2002 kann mit mehreren LAN-Modulen (ACE-2002E: bis zu sechs LAN-Ports) ausgerüstet werden. Das LAN-Modul übernimmt Bridging- und Routing-Funktionen (RFC 1483/2684) und unterstützt IP ToS- und 802.1p-Priorisierung. Zusätzlich können mehrere VLANs konfiguriert werden, wodurch der ACE-2002 für LAN- und IP-Zugangs­anwendungen optimiert wird.

Der ACE-2002 besitzt ein 1HE hohes Gehäuse, das für den Einbau in 19-Zoll-Racks geeignet ist. Der ACE-2002E ist 1,5HE hoch.

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